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Anleitung

Wie Sie messen, ob ChatGPT Ihr Unternehmen empfiehlt.

Kurz: Stellen Sie einen festen Satz echter Kundenfragen, in mehreren KI-Systemen und über mehrere Wochen. Zählen Sie drei Dinge: ob Sie genannt werden, ob Ihre Website als Quelle erscheint und an welcher Stelle Sie stehen. Eine einzelne Abfrage reicht nicht, weil die Antworten schwanken.

Zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2026 · Anleitung für Schweizer Unternehmen

Schritt 1

Die richtigen Fragen.

Gemessen wird mit den Fragen, die Ihre Kunden tatsächlich stellen. Nicht mit Ihrem Firmennamen.

  • Bedarfsfragen: «Wer fertigt CNC-Drehteile in Kleinserien in der Ostschweiz?»
  • Vergleichsfragen: «Welche Anbieter für Lohnbuchhaltung eignen sich für KMU mit 50 Mitarbeitenden?»
  • Problemfragen: «Wie senke ich die Ausschussquote beim Spritzguss?»
  • Markenfragen: «Was bietet Firma X an, und für wen?»

Für die ersten drei Typen lassen Sie den eigenen Namen weg, sonst messen Sie nur, ob die KI Ihren Namen wiederholt. Ein brauchbarer Satz umfasst 15 bis 40 Fragen. Legen Sie ihn einmal fest und ändern Sie ihn während der Messung nicht.

Schritt 2

Systeme und Bedingungen.

Welche Systeme

ChatGPT, Perplexity und Google AI Overview decken den grössten Teil der Recherchen ab. Claude und Gemini kommen je nach Branche dazu. Die Systeme greifen auf unterschiedliche Quellen zu und kommen deshalb oft zu unterschiedlichen Antworten.

Gleiche Bedingungen

Abgemeldet oder über die Schnittstelle, gleicher Standort, gleiche Sprache, gleicher Rhythmus. Persönliche Verläufe und Standorte verändern die Antworten. Abfragen über die Schnittstelle können von der App abweichen; wichtig ist, dass Sie immer gleich messen.

Schritt 3

Drei Kennzahlen.

Nennungsrate

In wie vielen Antworten kommt Ihr Unternehmen im Text vor? Die wichtigste Zahl, weil Nutzer meist nur den Text lesen.

Zitierrate

Wie oft erscheint Ihre Website als Quelle? Zitierte Seiten bringen Besuche und zeigen, welche Inhalte die Systeme verwenden.

Position

An welcher Stelle werden Sie unter den genannten Anbietern aufgeführt? Wer zuerst genannt wird, wird häufiger angefragt.

Wettbewerber

Wer wird statt Ihnen genannt, und mit welchen Quellen? Daraus ergibt sich, wo Sie ansetzen.

Beispiel

Ein Beispiel: unsere eigene Messung.

meit misst die eigene Sichtbarkeit täglich mit 15 Fragen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overview, Standort Schweiz. Vom 7. September bis 6. Oktober 2026 wurden rund 970 Antworten ausgewertet:

  • meit war in rund 4 Prozent der Antworten sichtbar, also genannt oder als Quelle zitiert.
  • Fast alle Nennungen kamen von Perplexity. ChatGPT und Google AI Overview nannten meit im Zeitraum nicht.
  • Bei der Frage «Wer bietet KI-Sichtbarkeitsanalysen in der Schweiz an?» lag der Wert bei 23 Prozent, bei «Wer ist die beste SEO-Agentur in Zürich?» bei null.

Zwei Lehren daraus: Ein Durchschnitt über alle Fragen verdeckt, wo Sie stark und wo Sie unsichtbar sind. Und jedes System braucht einen eigenen Blick. Die Werte der anderen Agenturen stehen im Benchmark der KI-Sichtbarkeit.

Werkzeuge

Selbst, mit Software oder mit Agentur.

Weg Geeignet für Grenze
Von Hand Ein erster Eindruck mit fünf bis zehn Fragen Zeitaufwendig, schwer wiederholbar
KI-Check von meit Stichprobe aus 15 Antworten in rund 30 Sekunden, kostenlos Momentaufnahme, keine Zeitreihe
Tracking-Software, etwa Finseo, Profound oder Otterly.AI Tägliche Messung eines festen Fragensatzes Zeigt den Stand, nicht die Massnahmen
Agentur Messung und Umsetzung aus einer Hand Kostet mehr, lohnt sich ab einem gewissen Auftragswert

Häufige Fragen

Dazu häufig gefragt.

Stellen Sie typische Kundenfragen ohne Ihren Firmennamen, abgemeldet und mehrmals, und notieren Sie, wer genannt wird. Verlässlich wird die Aussage erst mit einem festen Fragensatz über mehrere Wochen.

Ja. Der KI-Check auf meit.ch/ki-check/ fragt ChatGPT, Perplexity und Gemini mit fünf Fragen ab, die aus Ihrer Website abgeleitet werden, und zeigt die 15 Antworten im Wortlaut. Ohne Anmeldung, in rund 30 Sekunden.

Die Antworten entstehen mit Zufallsanteil, und die Websuche zieht je nach Formulierung andere Quellen heran. Deshalb zählt der Durchschnitt über viele Abfragen, nicht die einzelne Antwort.

Für Trends reicht eine monatliche Messung mit gleichem Fragensatz. Tägliche Messungen glätten Schwankungen und zeigen schneller, ob eine Massnahme wirkt.

Das hängt vom Markt ab. In unserer Messung zu Zürcher SEO- und GEO-Agenturen lag die meistgenannte Agentur bei rund 50 Prozent Sichtbarkeit, die meisten anderen zwischen 10 und 20 Prozent. Entscheidend ist der Vergleich mit Ihren direkten Wettbewerbern.

Merag Shahzad

Merag Shahzad

Gründer von meit, seit 2006 in der digitalen Vermarktung. Forbes Agency Council, LinkedIn Top Voice. Direkt erreichbar unter kontakt@meit.ch – ohne Account-Team dazwischen, Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Nächster Schritt

Erst messen, dann entscheiden.

Der KI-Check zeigt in 30 Sekunden eine Stichprobe. Die kostenlose Erstanalyse prüft feste Fragen in vier Systemen und kommt als Video innert 48 Stunden, mit einer Schätzung in Franken.